Die Überraschung war groß, als nur wenige Tage später schon am 3. April ein zweiter Storch im Nest auf dem Schornstein sich putzte. Ende März ist der erste Storch auch in Falkenberg angekommen und hat das Nest besetzt. Hoffnungsfroh schaut jetzt der Verein Naturschutz Berlin-Malchow auf diese Storchensaison, zumal im Sommer am 15. und 16. Juni das 25. Storchenfest und sein Jubiläum gefeiert wird. Die Namensgeber und ihre Nestlinge den Gästen zeigen und beobachten zu können, wäre ein Höhepunkt und spannendes Naturerlebnis für jedermann. 
Traditionell fliegen die Störche in Malchow zwischen Ende März und Anfang April ein. Ab nun können Sie sie während der öffentlichen Besuchszeiten des Naturhofes (Mo - Fr: 10-17 Uhr, Sa/So: 12-18 Uhr) beobachten, wenn die Tiere sich im Nest aufhalten. Im Storchencafé zeigt eine live-Kamera Details aus dem Storchen-Alltagsleben: klappern, putzen, sonnen, schlafen, ruhen, Nistmaterial ranschaffen.


Nach 2014 gab es bei den Malchower Störchen keinen Bruterfolg mehr. Die Bedingungen für die großen Vögel am Rande der Großstadt werden zunehmend schwierig. Das Nahrungsangebot ist entscheidend, um die Jungen aufziehen zu können. Die bedeutendste Beute sind Insekten und deren Larven wie Käfer, Heuschrecken und Wespen. Gerade Insekten sind für die Jungvögel von ausschlaggebender Bedeutung. 300-360 g Nahrung pro Tag benötigt ein Altstorch, ein 51-53 Tage alter Jungstorch hingegen 527 g. Ein Brutpaar mit 2 Jungen benötigt während der gesamten Aufzucht etwa 200 kg Nahrung. Von zweitrangiger Bedeutung hinsichtlich der Beutegruppe sind Würmer und an dritter Stelle stehen Kleinsäuger. Amphibien oder Schlangen und Fische sind nur von lokaler Bedeutung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun möchten wir die Ringnummer und damit mehr über den „Lebensflug“ des einen Storches herausfinden. Spannend ist, wo und wann er beringt wurde bzw. in welchen Orten er sich in den vergangenen Jahren aufhielt.