Wissenswertes

Malchower Jungstörche fliegen
Vier der insgesamt sieben Jungstörche auf dem Gelände der Naturschutzstation haben am 23. Juli ihren Erstflug absolviert. Es handelt sich um die Jungen aus dem Nest am Teich im Erlebnisgarten. Sie drehten einige Proberunden, ohne sich jedoch weit vom Nest zu entfernen. Zwar waren die Landungen nach gekonnten Flügen noch etwas wacklig, doch werden sie auch das bald perfekt beherrschen. Einer der Altvögel ließ sich in der Nähe auf der alten Eiche nieder und lockte die Jungen nachdrücklich mit lautem Geklapper. Am 26. Juli folgte der erste vom Nachwuchs auf dem alten Schornstein. Ein weiterer erhob sich hüpfend und flatternd immer wieder vom Nest, so dass auch er bald seinen Jungfernflug starten wird. Der dritte wird bald folgen. Es wird auch höchste Zeit, denn Mitte, spätestens Ende August müssen die Jungen fit sein für ihre lange Reise nach Ostafrika.

Viel versprechender Storchennachwuchs
Die sieben Jungstörche der Naturschutzstation Malchow wachsen prächtig heran. Kürzlich erhielten sie ihre Personaldokumente. Am 17. Juni wurden drei Jungen auf dem alten Schornstein beringt. Am 18. 6. waren die vier auf dem Nest im Erlebnisgarten der Naturschutzstation Malchow an der Reihe. In Kürze werden die letzteren ihre ersten Flugversuche starten, den sie sind etwas größer. Vielleicht ist es schon zum Storchenfest so weit. Natürlich hoffen alle, dass sie diese schwierige Phase des Fliegenlernens gut überstehen. Die 2009 angebrachten Sichtmarkierungen sollen sie möglichst von den Freileitungen fernhalten. Sollten sie später auf ihren langen Reisen nach und von Afrika beobachtet oder aufgefunden werden, verraten die Daten auf den Beinringen ihre Herkunft. Aus solch wichtigen Hinweisen erhalten wir wertvolle Informationen über Alter und Zugverhalten der Vögel.
 
Jungstörche geschlüpft
Am Sonntag, dem 16.05.2010 wurde der erste Jungstorch im Nest am Teich von einem unserer Mitarbeiter auf dem Videomonitor entdeckt. In den folgenden drei Tagen schlüpften noch 3 weitere Jungstörche, so das die Storchenfamilie nun vollständig ist. Das Nest auf dem Schornstein beherbergt 3 Jungstörche.
Beide Nester belegt
Der erste Storch ließ sich am 26. März auf dem Schornstein der ehemaligen Gärtnerei nieder. Der zweite besetzte am Gründonnerstag, dem 1. April, das Nest im Erlebnisgarten der Naturschutzstation Malchow. Die Partnerin des ersten traf am Sonnabend um 14.30 Uhr ein. Mit der Ankunft der zweiten „Störchin“ am Ostersonntag um 12.30 Uhr waren beide Quartiere in Malchow belegt. Die Begrüßung der Ankömmlinge erfolgte artgemäß mit lautem Geklapper. Vom Ermattung nach der langen Reise keine Spur. Beide Paare begannen unverzüglich mit der Paarung. 33 Tage nach der Eiablage schlüpfen die Jungen. Nachdem im vergangenen Jahr alle sechs Jungstörche der Witterung zum Opfer gefallen sind, hoffen wir nun auf eine erfolgreiche Aufzucht der Brut. Die 2009 von Vattenfall angebrachten Sichtmarkierungen an den Überlandleitungen sollen die Jungstörche bei ihren ersten Flugversuchen fern halten, denn Kollisionen enden meist tödlich. Auch das Nest auf dem Schornstein der alten Bäckerein hinter der Kita in Falkenberg hat inzwischen den ersten Bewohner. Er kam am 30. März.

Neue Flächen für die Heckrinder und Cattles
Die erfolgreichen Beweidungskonzepte von Naturschutz Berlin-Malchow überzeugen. Um sich aufwendiger und kostspieliger Pflege unwegsamer, manchmal sogar schwer zugänglicher Gebiete zu ersparen und möglichst schonend wie effektiv die Anforderungen des Naturschutzes zu erfüllen, schlossen die Bezirksämter von Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf mit Naturschutz Berlin-Malchow Vereinbarungen zur Beweidung weiterer Flächen mit Robustrindern. Das betrifft in Marzahn die Schafstallweide am Hellersdorfer Weg sowie in Lichtenberg ein Areal am Gehrensee und die Erweiterung des Wartenberger Schälingsgrabens. Die Art der Beweidung durch Heckrinder – eine Rückzüchtung der Anfang des 17. Jahrhunderts ausgestorbenen Auerochsen – beziehungsweise Schottische Hochlandrinder erfolgt in Absprache mit den zuständigen Fachbereichen der Bezirksämter. Das regelt in Abhängigkeit von Amphibien- und Vogelvorkommen die Besatzstärke und den Einsatzrhythmus der vierbeinigen Landschaftspfleger. Die Vorbereitungen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen sein, so dass die Rinder im kommenden Jahr ihre neuen Weiden in Besitz nehmen können.
 
Neue Streuobstwiesen in Berlin
Für die Umwandlung brachliegender Flächen, wie sie beispielsweise durch den Abriss von nicht mehr benötigten Kita- und Schulgebäuden entstehen, in ökologisch überaus wertvolle Streuobstwiesen, erhielt Naturschutz Berlin-Malchow 2007 den Berliner Naturschutzpreis. Diese großartige Idee, das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden, machte schnell Schule. So fand sich in der Lichtenberger Reichenberger Straße eine Interessengemeinschaft, um hochstämmige Obstbäume auf einer Brache vor ihrer Haustür zu pflanzen. Am Hellersdorfer Schleipfuhlgebiet entstanden zwei neue Streuobstwiesen. Der Nutzen solcher zu jeder Jahreszeit prachtvollen Flächen besteht nicht nur darin, dass sie mehr als 5.000 Pflanzen- und Tierarten beherbergen können, sondern dass sie eine Bindung zwischen Großstädtern und Natur herbei führen. Schnell fanden sich Baumpaten, die „ihre“ Bäumchen pflegen und schützen, um in wenigen Jahren die Früchte ernten zu können. Naturschutz Berlin-Malchow verfügt über einen großen Erfahrungsschatz bei der Anlage und Bewirtschaftung von Streuobstwiesen. Wer diesem Modell nacheifern möchte, kann auf eine fachlich fundierte Beratung durch die Malchower Naturschützer zählen.
 
Der Beweis muss noch warten
In einer beeindruckenden Aktion brachten Vattenfall-Monteure im April und Mai 2009 gut sichtbare bewegliche Markierungen an den Freileitungen an, die über den Erlebnisgarten der Naturschutzstation und das benachbarte Gelände führen. Kollisionen mit den starken Stromkabeln wurden in den vergangenen Jahren den Jungstörchen beider Malchower Nester bei ihren ersten Flugversuchen immer wieder zum Verhängnis. Ihre dünnen Röhrenknochen hielten dem Aufprall nicht stand. Meist endete das für sie tödlich. Die genannten Sichtmarkierungen sollten die Fluganfänger von den Gefahrenstellen fern halten. Leider konnten die Plastikfähnchen ihre Wirksamkeit noch nicht antreten, denn kein einziger der Malchower Jungstörche überlebte das nass-kalte Frühjahr. Die flugsicheren Altstörche hingegen starteten wie immer Ende August ihre Reise ins Winterquartier nach Ostafrika. Unsere Hoffnung ist es, dass im kommenden Jahr wieder Störche in Malchow ihre Jungen aufziehen und dass diese ihre Flugübungen dank der Sichtmarkierungen gut überstehen.

Zertifiziertes Bioheu für den Winter

Naturschutz Berlin-Malchow bietet wertvolles Bioheu. Von Juni bis August in natururschutzrelevanten Gebieten schonend gemäht, in Rundballen mit einem Durchmesser von 1,20 m und ca. 180 kg Gewicht gepresst, ist das Heu besonders gut als Pferdefutter geeignet.

Der Abholpreis beträgt 30,00 Euro pro Ballen.


Nachhaltigkeit ist Veränderung
Ein Buch über uns und Gleichgesinnte 

Naturschutz Berlin-Malchow gehört zu den ersten Umweltbildungseinrichtungen Deutschlands, die sich in kreativer Zusammenarbeit von der stratum GmbH zertifizieren ließen. Die ausgestellte Urkunde bescheinigt uns, die richtige Strategie zur Nachhaltigkeit zu verfolgen.

Wir betrachten es als Gütesiegel, das unseren Partnern die Gewähr gibt, mit viel Engagement, Qualität und Professionalität begleitet zu werden.

In dem Buch „Nachhaltigkeit ist Veränderung“, erschienen 2009 im Erich Schmidt Verlag, ISBN 978 3 503 12071 0, kommen Akteure der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung zu Entwicklung, Veränderung und Strategie zu Wort. Auch wir sind in einem Interview auf den Seiten 22 bis 30 vertreten. Präsentationen und Lesungen bei und mit den Interviewten  finden bis in Jahr 2010 statt. Wir in Berlin-Malchow lesen erst im kommenden Jahr nach Fertigstellung der ersten Berliner Naturscheune.





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